obligatorische Weiterausbildung

2-Phasen-Ausbildung / Führerausweis auf Probe

Was ist das?

Wer ab dem 1. Dezember 2005 erstmals ein Gesuch um einen Lernfahrausweis der Kategorie A (Motorräder) oder der Kategorie B (Personenwagen) stellt, erhält den Führerausweis nach bestandener praktischer Führerprüfung für drei Jahre nur auf Probe. Um den unbefristeten Ausweis zu erhalten sind während der Probezeit 16 Stunden Weiterbildung, aufgeteilt auf 2 Kurstage, zu absolvieren.
(Wer bereits einen unbefristeten Führerausweis der Kategorie A oder B besitzt und die andere Kategorie erwerben will, erhält auch den Führerausweis der neuen Kategorie unbefristet.)

Was soll das?

Die 20- bis 24-jährigen Lenkerinnen und Lenker sind statistisch öfter an Verkehrsunfällen beteiligt als die übrigen Verkehrsteilnehmenden. Bei den 18- bis 24-jährigen bilden Verkehrsunfälle sogar die häufigste Todesursache.

Bundesrat und Parlament haben daher beschlossen, dieser schlechten Bilanz mit dem Führerausweis auf Probe, verbunden mit einer vertiefenden Fahrausbildung, entgegen zu wirken.

Die Kurskosten für beide Kurstage zusammen belaufen sich auf etwa CHF 700.– bis 800.–. Wenn dadurch ein kleiner Blechschaden – ein verbeulter Kotflügel kostet mehr – verhindert werden kann, hat sich die Investition bereits gelohnt!

Wie läuft das ab?

Die Probezeit beträgt drei Jahre.

Während der 3-jährigen Probezeit sind zwei eintägige Weiterbildungkurse zu besuchen.

Der erste Kurstag soll innerhalb von sechs Monaten nach dem Erwerb des Führerausweises auf Probe besucht werden.

Der zweite Kurstag muss nach dem ersten Kurstag und innerhalb von drei Jahren seit dem Ausstelldatum des Führerausweises auf Probe besucht werden.

Wie komme ich zum unbefristeten Führerausweis?

Wer den unbefristeten Führerausweis erhalten will,

  • muss die vorgeschriebenen Weiterbildungskurse besuchen und
  • darf während der Probezeit keine Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften begehen, die zu einem Führerausweisentzug führt.

Das Gesuch um Erteilung eines unbefristeten Führerausweises ist frühestens einen Monat vor Ablauf der Probezeit beim zuständigen Strassenverkehrsamt einzureichen. Es ist keine weitere Prüfung zu absolvieren.

Wenn während der Probezeit eine Widerhandlung zum Entzug des Führerausweises führt, so wird die Probezeit um ein Jahr verlängert.

Die zweite Widerhandlung, die einen Ausweisentzug nach sich zieht, führt zur Annullierung sämtlicher im Ausweis eingetragener Fahrberechtigungen. Wer danach noch Motorfahrzeuge lenken will, muss ein neues Gesuch um einen Lernfahrausweis einreichen. Ein neuer Lernfahrausweis kann frühestens ein Jahr nach Begehung der Widerhandlung ausgestellt werden. Zudem muss ein verkehrspsychologisches Gutachten einer behördlich anerkannten Stelle vorgelegt werden, das die Fahreignung bejaht und nicht älter als drei Monate ist. Nach Theorieprüfung, Verkehrskundekurs und praktischer Prüfung wird ein neuer Führerausweis auf Probe ausgestellt.

Was, wenn die Weiterbildung nicht absolviert wird?

Wurde die Weiterausbildung nicht gemacht, verliert die Inhaberin/der Inhaber des Führerausweises sämtliche im Ausweis eingetragenen Fahrberechtigungen. Auf gebührenpflichtiges Gesuch hin kann die Weiterbildung während einer Nachfrist von drei Monaten nachgeholt werden. Eine separate Bewilligung zum Führen von Motorfahrzeugen – beschränkt auf die Daten der zwei Kurstage – wird durch die Motorfahrzeugkontrolle ausgestellt.

Wer nach ungenutztem Ablauf der Nachfrist Motorfahrzeuge der Haupt- oder Unterkategorien fahren will, muss ein neues Gesuch um einen Lernfahrausweis einreichen und wiederum die ordentliche Führerprüfung (Theorieprüfung, Verkehrskundekurs und praktische Prüfung) absolvieren.

Achtung!

Wer die Weiterausbildung nicht besucht und nach Ablauf des Führerausweises auf Probe ein Motorfahrzeug führt, wird wegen Fahrens ohne Führerausweis bestraft. Zudem ist die Erteilung eines neuen Lernfahrausweises dann während mindestens sechs Monaten ausgeschlossen. Das Strafmass steht im SVG:

  • Art. 95
    Fahren ohne Führerausweis oder trotz Entzug
  • 1. Wer ohne den erforderlichen Führerausweis ein Motorfahrzeug führt, wird mit Busse bestraft.
  • 2. Wer ein Motorfahrzeug führt, obwohl ihm der Lernfahr- oder Führerausweis verweigert, entzogen oder aberkannt wurde, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

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Alles Weitere zu Kursdaten, Kursorten, Preisen und Anmeldung findest du bei der DCC (bitte auf das Logo klicken):
dcc

Dein Vorteil

Wenn du beide Kurstage bei der DCC absolvierst, kannst du bei mir einen Gutschein im Wert von CHF 50.– anfordern. Diesen kannst du am zweiten Kurstag bei der DCC einlösen.

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